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Murenabgang am Erl- und Tödterbach

Bereits eine Unwetterwarnung der UWZ kündigte ein ortsfestes Gewitter für die Postleitzahl 9920 für den Abend des 4.8.2015 an.

Gegen 21:23 Uhr heulten bereits die Sirenen in Arnbach auf - Erdrutsch am Köckberg war die Meldung. Jedoch zeigte sich bereits auf der Anfahrt zum Köckberg ein schlimmes Bild, am Anfang der Auffahrt Köckberger Straße im Bereich 'Waber' war ein Weiterkommen nicht mehr möglich. Durch Geröll und Bäume war die Gemeindestraße bereits verlegt.

Der sogenannte Erlbach (Grenzbach) hatte eine starke Vermurung gebracht und die Drau im Bereich, zwischen dem ehemaligen italienischen Zollgebäude und der Pizzeria Tempele zur Gänze mit Erdreich und Schlamm zugeschüttet. Dadurch wurde die Drau aufgestaut und diese musste sich ein neus Bachbett suchen. Dieses neue Bachbett war aber die B100. Unverzüglich wurde die angebotene Unterstützung von der FF-Sillian in Anspruch genommen und die B100 musste zur Gänze gesperrt werden.

Schweres Gerät (5 Kettenbagger und 2 Radlader) wurden auch in Abstimmung mit der FF-Winnebach, der Marktgemeinde Sillian und Gemeinde Innichen angefordert und um ca. 04:30 Uhr des Mittwoch 5.8. gelang es, die Drau in ihr Bachbett zurückzuleiten. Dann begannen die Aufräumarbeit auf der B100 und kurz nach 06:00 Uhr des Mittwoch 5.8. konnte die Bundesstraße 1spurig befahrbar gemacht werden. An dieser Stelle ein großer Dank an die Erdbewegungsfirmen, Johann Fürhapter, Arnbach; Erdbau Johann Wierer, Heinfels; Erdbau Kandidus Burgmann, Innichen und Fa. Trakofler aus Taisten, im besonderen auch an die Fahrer für den nächtlichen, umsichtigen Einsatz.

Fast Zeitgleich, gegen ca. 21:30 Uhr des 4.8. brachte auch der Tödterbach eine große Mure, welcher die beiden Rückhaltebecken bis auf den Rand gefüllt hatte. Dank der doch sehr umsichtigen Verbauung ist der Tödterbach in seinem Bachbett geblieben. Die Spuren zeigen, dass dieser Murenabgang am Tödterbach sicher grenzwertig war und Arnbach und Sillian vor einer größeren Katastrophe verschont geblieben sind.

Leider gabe es durch diese beiden starken Vermurungen große Sachschäden an Gebäuden und Fluren, auch im Bereich Köckberg. Gott sei Dank kamen keine Personen zu Schaden.

An dieser Stelle ein großer Dank an alle, die die FF-Arnbach so tratkräftig unterstützt haben und zahlreichen freiwilligen Einsatzstunden geleistet haben.

FF-Arnbach

Einschaltung Dolomitenstadt.at

Einschaltung Südtirol News

Einschaltung ORF

Bericht Osttiroler Bote

Aufräumarbeiten am Tag danach: